Der Raubbau an der Sprache – Wie wir tagtäglich unsere Muttersprache vergewaltigen!


Sprache sollte einem "Denkmalschutz" unterliegen?! Denn so mancher nutzt sie ab wie eine Tastatur oder Türklinke.
Sprache sollte einem „Denkmalschutz“ unterliegen?! Denn so mancher nutzt sie ab wie eine Tastatur oder Türklinke.

wuerde sich da nicht unser hochverehrter friedrich von schiller im grabe umdrehen saehe er was mit seiner heissgeliebten muttersprache geschehen ist ohne punkt und ohne komma kotzt so ein mancher seine gedanken auf den bildschirm heutzutage pfeifen wir doch lieber auf gross- und kleinschreibung umlaute scharfes s zeichensetzung und rechtschreibung in e-mails blogs facebook oder twitter

Ein Musterbeispiel des Untergangs

Keine Angst, ich bin nicht auf dem besten Weg, mich in einen Rechtschreibverbrecher oder Zeichensetzungshalunken zu verwandeln. Der obere Abschnitt war lediglich ein Musterbeispiel für das, was wir in Chats, in Facebook, Lokalisten oder so manchen Blogs von uns zwitschern (Neudeutsch: twittern).

Doch was passiert mit unserer (Schrift-)Sprache?

„Doch sowas gehört hinter Gitter!“ würd jetzt ein Günter Grass – sichtlich angewidert – von sich geben. Raubbau an der (Schrift-)Sprache! Verballhornung! Vergewaltigung der Sprache der Dichter und Denker! Mit dem Gedanken, dass der Dativ den Genitiv bald endgültig unterjocht hat, haben wir uns ja allmählich abgefunden oder sogar angefreundet, oder? Aber wohin bewegen wir uns sprachlich, wenn uns das Internet – auf das Englische getrimmt – Umlaute verbietet? Uns Anglizismen kopfüber eintrichtert! Wir können uns nicht wehren!

Das Drama einer Kultur

Jeder tut es. Ob jung oder alt. Wir twittern, posten, bloggen, mailen. Das Drama einer Kultur, wie es schon Fanta4 1999 ausgedrückt hat. Anglizismen über Anglizismen. Wir haben uns einst die Droge des weltweiten Netzes gespritzt und uns dabei selbst versklavt. Sind wir nicht elende Untertanen Facebooks? Und das auch noch freiwillig! Unglaublich! Was unterscheidet uns von Masochisten (gedanklichen wohlgemerkt!) – denn wir tun uns mit sozialen Netzwerken nix gutes! Und täglich spritzen wir uns eine höhere Dosis dieser „Medienmodedroge“. Doch was ist der Preis dafür? Punkt, Komma und Strich benutzen wir höchstens mal um ein ‚Smiley‘ oder wie es so schön im Deutschen heißt ‚Mondgesicht‘ zu malen. Wir geben uns dem Schreibfluss des mündlichen und schriftlichen Mülls hin. Lieben wir es nicht manchmal andere mit unserem überflüssigen Alltagsgeschichtchen zu überhäufen, eben ‚zuzuspamen‘. Im Gegenzug verleumden wir Schiller und Goethe, Kafka und Kleist.

Kraizbiarnbam und Hollastaudn

Nicht mal mein deutsches Rechtschreibprogramm zeigt die Wörter „posten, bloggen, mailen“ als falsch an. Was ist da denn bitte falsch gelaufen? – Eine ganze Menge! „Kraizbiarnbam und Hollastaudn“ wiard da jetzad unser Alois sagen. Denn auch wenn ers mit dem Deutschen ned so hat, so fühlt er sich wohl doch noch mehr diesem als dem Englischen verpflichtet.

Auch ein Komma ist nicht für die Katz‘

Was sollen wir also machen? Ist die Sprachschändung in Facebook & Co. nur eine Modeerscheinung? Twitter zum Beispiel hat ja auch sicherlich seine guten Seiten. Nämlich, dass man sich nur mithilfe von 140 Zeichen ausdrücken darf. Da wird einem schon sicherlich viel schriftlicher Spam erspart! Jeder Twitterer muss sich eben kurz und bündig ausdrücken, um seine Nachricht auf den Punkt zu bringen.

Apropos Punkt

Doch was kommt dabei raus? Wir streichen Kommas und Punkte in Twitter, um unsere Buchstabenanzahl weiter nach unten zu drücken. Punkt und Komma haben ja durchaus ihren Sinn, oder? Sie sind wohl ned hauptsächlich auf der Welt, um arme Schüler in den Wahnsinn zu treiben und uns bis ins Greisenalter heimzusuchen. Schaut euch nochmal den ersten Abschnitt an! Würd es Euch ned das Lesen erleichtern, hätte ich MIT Punkt und Komma geschrieben?
Wohin bewegen wir uns sprachlich? Wie hilft uns Twitter, Facebook & Co. täglich dabei, unsere heißgeliebte Muttersprache zu schänden und zu beflecken? Werden wir zukünftig in einer Welt ohne Punkt und Komma, ohne Großschreibung leben? Hat das ‚scharfe ß‘ ausgedient? Vielleicht sollten wir doch einmal mehr zum Deutschen Wort „zwitschern“ statt twittern greifen! Kleinvieh macht auch Mist.

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Über Kathrin

passionierte Liebhaberin der Sprache und ihrer Mythen
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23 Antworten zu Der Raubbau an der Sprache – Wie wir tagtäglich unsere Muttersprache vergewaltigen!

  1. flattersatz schreibt:

    Liebe Sprachliebhaberin,
    ich kann dich so gut verstehen, deine Klage, fühlt man sich doch in der eigenen Sprache wie ein Fisch (aus dem lateinischen: pisces) im Wasser… doch trotzdem: die Klage ist nicht neu, allein: ist sie berechtigt?

    Sprache lebt, sie entwickelt sich, Worte werden neu geboren, andere sterben. Das muss so sein, da sich das Leben, welches sich ja in der Sprache abbildet, auch ändert. Und auch wir Menschen ändern uns in unserer Lebenszeit, wir denken anders und anderes, also sprechen wir auch anders, je nachdem, wo auf dieser Spanne wir stehen.

    Wer vermisst schon ernstlich das „h“ in der T(h)ür, oder daß man lebt „lept“ schreibt, wie vormals? Wer denkt schon an die alten Mayas, wenn die Schokolade („chocolatl“) auf der Zunge schmilzt und wäre das Flachdachhaus wirklich schöner als ein Bungalow und was sollte man anderes öffnen als ein Fenster (lat. „fenestra“) ? Natürlich ist es kein Tabu (huch.. schon wieder.. irgendwas -nesisches glaube ich, poly oder mikro (und die beiden sind griechisch oder?)), die Fragen zu stellen, die du stellst, aber Sprachen sind nun mal voll mir Worten, die einen Migrationshintergrund haben. Und das ist gut so. Irgendwann vergisst man den nämlich .. und wie ich gesehen habe, benutzt ja auch du das Wort „blog“, weil es einfach für manches nur solche Worte gibt.

    Ich habe keine Angst um unser „Deutsch“. Niemand, der bei twitter eine verstümmelte Nachricht eintippt, wird einen umfangreicheren Text in gleicher Weise schreiben. Und auf der Klaviatur der Sprache zu spielen: auch das ist doch was schönes..

    lg
    fs

  2. kreuzberger schreibt:

    Ich sehe das ganz genauso wie mein Vorredner bzw. -schreiber: Sprache lebt und wandelt sich im Laufe der Zeit. Und das Deutsche wird – wie vermutlich die meisten Sprachen der Welt – auch schon seit Jahrhunderten von Wörtern aus anderen Sprachen bereichert. Früher hieß die Modesprachen eben Latein oder Französisch, heute ist es Englisch. Ich bin wahrlich auch kein Freund des übermäßigen Gebrauchs alter und neuer Fremd- und Lehnwörter, aber es gibt Momente, in denen sie einfach sinnvoll sind. Denn viele von ihnen haben ja eben auch Bedeutungen, die ihre deutschen Pendants nicht haben, wie z.B. „Chat“ oder „Blog“.

    Schön finde ich übrigens, dass Du einerseits den Niedergang der Schriftsprache beklagst und andererseits selbst kreativ mit ihr umgehst, wenn Du z.B. „ned“ statt „nicht“ schreibst. (hier bitte ein „Mondgesicht“ dazudenken) Genau das meine ich, wenn ich sage: Sprache lebt und muss leben, wenn sie nicht sterben will.

    Zum Thema Sprachkritik empfehle ich Dir übrigens das Sprachlog des Sprachwissenschaftlers Anatol Stefanowitsch, der sich häufiger mit „Sprachnörglern“ beschäftigt, wie er es nennt.

    • Danke für Deinen Link zu Sprachlog.
      Nun möchte ich Dir noch kurz individuell ein Feedback (ehehe… uppps), ich meinte Rückantwort, geben.
      Hinsichtlich des „neds“: Du hast recht, wenn du sagst, dass ich einerseits den Niedergang der Schriftsprache beklage und auf der anderen Seite „ned“ schreibe, dass sich dies mehr oder minder widerspricht.
      Jedoch setzte ich „ned“ und sonstige Bairische Pointen geziehlt und stilistisch ein, dass hat bei mir weniger mit Sprachverwesung zu tun, sondern mit der Absicht, meine Sprache einer lockeren Blog- bzw. Unterhaltungssprache anzupassen und auch meine Wurzeln durchschimmern zu lassen.

      Wenn heutzutage jemand Kommas, Punkte, Klein-und Grossschreibung vergisst, dann hat das weniger mit Stilblüten zu tun als mit Vergessenheit und Gleichgültigkeit.

      Freu‘ mich auf eine lebendige Diskussion 🙂

      Deine Kathrin

  3. kreuzberger schreibt:

    Wer glaubt, dass sich in meinen obigen Kommentar Rechtschreibfehler eingeschlichen haben, hat übrigens Recht.

  4. vallartina schreibt:

    Ich habe nicht so sehr Bedenken bezüglich der Verwendung von Anglizismen, hat die ‚teutsche‘ Sprache doch auch reichlich Veränderungen durch Wörter, Silben, Präfixe und Suffixe aus dem Griechischen oder Lateinischen verkraftet. Oder sollten diese „gebildeter/kultivierter“ sein als die englischen Verwandten? Schrecklich finde ich allerdings dass Rechtschreibung und Grammatik in Foren und Blogs und wo auch immer ‚gepostet‘ wird, vor dem unmittelbaren Kollaps stehen. Manchmal ist es tatsächlich schwer erfassbar, was der Schreiber überhaupt sagen wollte!

  5. Lieber Flattersatz, lieber Kreuzberger, liebe Vallartina,

    vielen herzlichen Dank für Eure Beitrage. Es freut mich wirklich sehr, solche begeisterten Diskutierer wie Euch in meiner Runde begrüssen zu dürfen. (Meine Tastatur hat kein scharfes s…. da fängt die Invasion der Anglizmen schon an, oder? 😉 )

    Ihr habt vollkommen Recht: Sprache ist und bleibt ein Gebrauchsgegenstand, der sich eben auch mit der Zeit anpassen muss. Sprache ist flexibel und das ist gut so.
    Bei diesem Problem gibt es nunmal zwei Pole zwischen denen man sich entscheiden muss, bzw. einen Mittelweg finden sollte:
    Den einen Pol bildet die Gleichgültigkeit, d.h. das Überschwemmtwerden von Twitter, Facebook etc, ohne sich dagegen zu wehren.
    Aber wo kämen wir hin? Wo kämen wir hin, wenn wir alles seinem natürlichem Lauf überlassen würden? Wir müssten wohl auf kulturelle und literarische Genüsse jeglicher Art verzichten, oder? Im Endeffekt wären wir wohl zur kulturlosen Engstirnigkeit ohne Theater und deresgleichen verdammt.

    Aber ich möchte jetzt an dieser Stelle noch nicht zuviel vorwegnehmen. Einer meiner nächsten Artikel wird genau über dieses Thema gehen im Zusammenhang mit einer Minderheitensprache.
    Also lasst Euch überraschen 🙂

    Viele Grüsse
    Und noch viel Spass beim Diskutieren!
    Ich freue mich auf jeden Eurer Diskussionsbeiträge!

    Eure Kathrin

    • flattersatz schreibt:

      Wenn ich deine Antwort richtig gelesen habe, vermisse ich den zweiten Pol….

      ich denke, wir sollten auch nicht übertreiben. twitter, facebook und wie sie alle heißen mögen, die sozialen Netzwerke, bilden doch im Grunde eine auf sich selbst beschränkte Gesellschaft. Ich schau auch, daß ich mit irgendwelchen kruden Satzkonstruktionen und den 140 Zeichen zurecht komme, ihne daß dies auf die Sprache, die ich in meinen Blogbeiträgen verwende, abfärbt. Sprache hat auch immer schon schichtenspezifisch funktioniert, über das Rotwelsch zu Gaunersprachen hin bis zur Jugendsprache. Das sind Ausuferungern, zum Teil witzig und interessant und manches mag auch in die „Hochsprache“ eingang finden. Ist doch geil, oder?

      Ich habe letztes Jahr das sehr schöne Buch von Deutscher gelesen: „Du Jane, ich Goethe“ gelesen und mir daraus notiert: „Sehr amüsant ist der Vergleich der Klagen über den Zustand der Sprache, die ja bekanntlich verlottert, verludert, an Reinheit und Strenge verliert, von Anglizismen überschwemmt unaufhaltsam ins Chaos abschmiert. Und dann kommt die verblüffende Auflösung: Diese Kritiken gibt es mit gleichem Inhalt seit hunderten von Jahren, man kann noch nicht einmal von vornherein sagen, welche Kritik aus welchem Jahrhundert ist, so gleichen sich die Klagen…. sehr amüsant und sehr erhellend.“

      Insofern bin ich überzeugt, daß deine Befürchtung einer kulturlosen Zeit, die am Horizont dreut, in kulturloser Engstirnigkeit ohne Theater, einfach nicht stimmt. Ich glaube, wir sollten das einfach auch als Chance sehen, daß unsere Sprache nicht stehenbleibt, sondern sich weiterentwickelt (auch da sind im Buch von Deutscher schöne Beispiele zu finden) und dadurch lebendig bleibt.

      liebe grüße
      fs

      • Hey Flattersatz,

        bitte entschuldige mich. Ja, ich hab tatsächlich vergessen, den 2. Pol zu erwähnen. War einwenig in Eile vorhin.
        Also es handelt sich um die Pole der Gleichgültigkeit und der künstlichen, gezwungenen Aufrechterhaltung einer Sprache.
        Auf der einen Seite die Twitterer, auf der anderen Seite die Sprachpuristen.

        Nun ein kurzes Kommentar zum oberen Teil:
        Für Dich mag es sicherlich stimmen, dass du zwischen Twittersprache und Stilblüten unterscheiden kannst, aber was gilt für so manchen Jugendlichen? Ich denke, dass man deinen Fall nicht verallgemeinern kann.
        Zudem hab ich ja in meinem Artikel weniger über den Inhalt gesprochen, mehr über die Form.
        Du musst mir wohl zustimmen, dass man manchmal schon selbst nicht mehr weiss (kein scharfes s in meiner Tastatur), wann ein scharfes s kommt oder nicht, weils das einfach in der Internetsprache nicht gibt.
        Und oftmals pfeift man auch in E-Mails auf Gross- und Kleinschreibung, die ja eigentlich das Lesen und Verstehen vereinfacht.

    • vallartina schreibt:

      Hat man denn das „scharfe S“ in der Rechtschreibreform nicht abgeschafft? Bite nicht übel nehmen, wenn ich so frage, aber ich bin schon zu viele Jahre aus dem deutschen Sprachraum heraus um noch im Detail auf dem laufenden zu sein.

      • kreuzberger schreibt:

        Das „ß“ gibt es immer noch, im Rahmen der Rechtschreibreform sind nur die Regeln vereinheitlicht worden, wann es verwendet wird. Man setzt es jetzt nur noch nach langen Vokalen (wie in „Spaß“), nach kurzen Vokalen (wie in „Hass“) schreibt man dagegen „ss“.

      • Ja, auch wenn die Rechtschreibreform durchaus einwenig lästig erscheinen mag, hat sie doch ihren Sinn!

  6. kreuzberger schreibt:

    Liebe Kathrin,

    dass Du „ned“ und andere Ausdrücke als Stilmittel einsetzt, war mir natürlich bewusst – da wollte ich Dich nur ein wenig „kitzeln“.

    Ich bevorzuge übrigens genau wie Du Texte, die mit korrekter Interpunktion und Rechtschreibung aufwarten können (sicher auch, da ich mein Geld unter anderem als Schlussredakteur/Lektor verdiene). Aber noch wichtiger sind mir interessante Ideen oder ungewohnte Perspektiven – da kann ich dann auch den einen oder anderen Fehler verschmerzen. Dass die Fehlerzahl in vielen Fällen jenseits meiner persönlichen Schmerzgrenze liegt und Texte für mich unlesbar macht, ist aber natürlich auch nicht von der Hand zu weisen.

    Du schreibst in einem Kommentar: „Wo kämen wir hin, wenn wir alles seinem natürlichem Lauf überlassen würden?“ Ich denke, die Antwort ist einfach: Wir kämen genau da hin, wo wir auch ohne Empörung hinkämen. Denn ich glaube, dass alle Versuche den Status quo (ups, ich meine natürlich den Ist-Zustand) einer Sprache zu bewahren zum Scheitern verurteilt sind. Weil die Sprache nicht – oder nur in Grenzen – von einigen wenigen Schriftgelehrten definiert wird, sondern von denen, die sie sprechen. Und wenn die Menschen lieber etwas „posten“ als es zu „veröffentlichen“ und lieber „Spam-Mails“ löschen als „elektronische Werbe- oder Müllbriefe“, können wir gar nichts daran ändern – selbst wenn wir wollten. Und ich glaube nicht, dass davon das Abendland oder seine Kultur bedroht sind.

    Außerdem glaube ich, dass ich das Deutscher-Buch, das seit gefühlten Ewigkeiten auf meiner Amazon-Merkliste steht, jetzt endlich mal kaufen und lesen muss. Das obige Zitat erinnerte mich übrigens an ein berühmtes Sokrates-Zitat, das auch zeigt, dass sich manche Klagen nie ändern.

  7. flattersatz schreibt:

    vermisst du: „boll, sielzt oder pflag“? wahrscheinlich nicht. Sprache veraendert sich eben. Und nur, weil es das „ß“ gibt, muss es das nicht unbedingt auch weiter geben. es sei denn, du kannst mich mit einer stichhaltigen begründung vom gegenteil überzeugen. 😉

    das von mir oben zitierte buch von deutscher ist uebrigens in dieser hinsicht wirklich interessant….. und es freut mich, dass ich kreuzberger wieder mal an seine wunschliste erinnert habe. 😀

    und – ganz ehrlich – wenn die von dir zitierten „manchen jugendlichen“ mit stilblueten und twittersprache „unser gutes“ deutsch ver“hunzen“, stoert mich das wenig. dann ist es eben so – fuer mich selbst kann ich entscheiden, anders zu sprechen und zu schreiben.

    sprachen leben nicht nur, sie haben auch keinen bestandsschutz. ich finde, sie sind einfach auch ein riesiges abenteuer, ein abenteuerspielplatz, auf dem experimentiert wird, ausprobiert wird und auf dem man spass haben kann. deswegen habe ich mit solchen auswuechsen auch ueberhaupt kein problem mit. im gegenteil, wenn sich jemand mit „gute n8“ verabschiedet, aergere ich mich ziemlich, dass mir diese idee nicht selbst gekommen ist….. und gemessen wird sprache doch letztlich an der verstaendlichkeit und an ihrer faehigkeit, informationen zu transportieren, also: kommunikation zu ermoeglichen.

    liebe gruesse an dich und ich hoffe, die verstaendlichkeit hat nicht allzu sehr gelitten…. 😉
    fs

    • Genau Verständlichkeit, davon rede ich ja schon die ganze Zeit. So manche E-Mail wird zweideutig, lässt man Kommas und Punkte weg.
      Wie gesagt, es geht nicht nur um den Inhalt oder Abkürzungen wie gute n8, sondern auch um eben korrekte Zeichensetzung.

      Schon oftmals hab ich so manche SMS bekommen, wo ich gar nicht mehr wusste, wo ein Satz anfängt und aufhört. Das kann ziemlich verwirrend sein!

  8. Patricia schreibt:

    Ach, Du sprichst mir aus der Seele. Danke.

  9. Kathrin's Ehegatte schreibt:

    Nun habe ich mir doch etwas Zeit genommen, um innerlich deinen geschriebenen Worten zu lauschen.

    Schlecht ist es nicht, nur gefeilt werden muss noch an Rhetorik und daran, den Leser mehr zu fesseln.

    Übermittel mit künftig einfach nochmal deine kommenden Beiträge und ich füge meine Änderungsvorschläge gerne hinzu.

    Beim Überfliegen der gestellten Kommentare habe ich gesehen, dass deine Verwendung von Wortabwandlungen durch Dialekte (ned, etc.) bereits angesprochen wurde.

    Bleib beim Hochdeutschen oder verwende dauerhaft eine Sorte von deinen hochkarätigen Neologismen, wenn man so will.

    Alles in allem, schön. Hat mir einige angenehme Minuten bereitet.

    Wir hören uns, bis dann Große.

    • ohohoh was beschafft mir die Ehre, mein Ehegatte?!

      (Kathrins Ehegatte (im Deutschen ohne Apostroph ;-))… alles klar???!! Und wovon träumst du sonst noch nachts?)

      Okay, ich schick Dir in Zukunft mal was zu 🙂 allerdings möchte ich meinen Schreibstil mit einer Mischung aus Dialekt, Umgangssprache, Stilblüten und rhetorischen Mitteln beibehalten. Aber für neue Vorschläge und Kritik (konkret am Text gezeigt) bin ich immer sehr dankbar 🙂

      Freut mich, dass es Dir wenigstens ein Paar angenehme Minuten bereitet hat 🙂

      Wir hörn uns,
      deine Ziegn-Kathl 😉

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